Selbsthypnose – so geht’s
Die Selbsthypnose wird zwar von der Schulmedizin nicht immer anerkannt, aber klar ist, dass sie zu tiefer, innerer Entspannung führen kann. Manch einer sagt ihr sogar nach, sie könne das Immunsystem stärken. Darüber hinaus bietet sie einen idealen Ausgleich zum Alltag und hilft dabei, den Stress des täglichen Lebens einmal loszulassen. Die Selbsthypnose braucht lediglich etwas Zeit und die Kenntnisse der richtigen Technik. Diese soll hier kurz vorgestellt werden.
Das richtige Umfeld ist entscheidend
Für eine erfolgreiche Selbsthypnose braucht es zunächst das richtige Umfeld. Wenigstens eine Viertelstunde lang sollte niemand stören können. Deshalb gehören Handy, Telefon und Computer nicht zum richtigen Umfeld. Etwas entspannende Musik darf aber durchaus aufgelegt werden. Danach gilt es, es sich richtig bequem zu machen. Wer leicht friert, sollte sich jetzt schon mit einer dünnen Decke zudecken. Ob man dagegen liegt, sitzt oder steht, spielt keine Rolle, es sollte lediglich bequem sein.
Die Gedanken an die alltäglichen Sorgen sollte man nun abschweifen lassen. Hierbei hilft insbesondere Anfängern bei der Selbsthypnose eine Visualisierung. Dafür schließt man die Augen und malt sich ein Bild, etwa einen Karton, in den man alle seine Sorgen hinein packt. Diesen schubst man nun weg, so dass er am Horizont des inneren Bildes verschwindet.
Weiterer Ablauf der Selbsthypnose
Erst wenn die Sorgen bildlich und wirklich verschwunden sind, beginnt die eigentliche Selbsthypnose. Hierfür kommt es auf die richtige Atmung an. Ein tiefes Ein- und Ausatmen, bei dem man sich entspannt, führt früher oder später zur Zwerchfellatmung, bei der sich die Bauchdecke hebt. Diese Atmung kommt ganz von selbst, sie sollte nicht erzwungen werden.
Anschließend konzentriert man sich auf das Atmen. Mit jedem Einatmen gelangt Entspannung in den Körper. Dabei darf man diese Entspannung ruhig visualisieren, etwa mit einer Farbe oder einer Konsistenz. Dadurch wird die Wirkung der Selbsthypnose noch verbessert. Die volle Konzentration liegt nun auf dem Einatmen.
Im nächsten Schritt konzentriert man sich zusätzlich auf das Ausatmen. So kann man sich vorsagen, dass mit jedem Ausatmen eine Verspannung aus dem Körper entweicht. Auch hierbei kann die Visualisierung wieder helfen. Wer möchte, kann Suggestionen erzeugen, indem er einen Satz vor sich hin sagt, der das Bild noch verdeutlicht. Allerdings liegt das nicht Jedermann und so sollte man erst einmal ausprobieren, welche Variante der Selbsthypnose bei einem selbst am besten wirkt.
Nachdem genügend entspannt wurde, beginnt man langsam wieder, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, die Augen zu öffnen und zurück ins Hier und Jetzt zu finden. Die Entspannung selbst sorgt dafür, dass man sich dann frischer und wohler fühlt.
Bild: sparkie / pixelio.de