Die generalisierte Angststörung in der biologischen Psychiatrie

Die biologische Psychiatrie geht grundsätzlich davon aus, dass allen psychiatrischen Krankheitsbildern eine biologische Ursache, vor allem in Form einer genetischen Disposition, zu Grunde liegt. Dieser Definition zu Folge sind Krankheitsbilder, wie Schizophrenie, Depression oder auch die so genannte Angststörung keine rein psychologischen Symptomatiken, sondern werden stark durch messbare biologische Defizite bestimmt. Aus dieser Perspektive der biologischen Psychiatrie betrachtet, ergeben sich gerade für die Angststörung nicht nur andere Erklärungspunkte, sondern darüber hinaus neue Therapieansätze, die eben die biologischen Aspekte der Erkrankung berücksichtigen.

Diagnose einer generalisierten Angststörung

Patienten, die an einer generalisierten Angststörung leiden, sind deutlich von Menschen, die von diffusen Ängsten geplagt werden, abzugrenzen. Eine unter einer generalisierten Angststörung leidende Person hat mit Sicherheit nicht einfach nur Angst, wenn er eine Spinne sieht oder wenn er in ein Flugzeug steigen muss. Dies bedeutet jedoch nicht, dass derartige Angstausrichtungen nicht auch bei der generalisierten Angststörung auftreten. Während ein unter einfacher Flugangst leidender Mensch beispielsweise vor einer Mallorca Reise Panik mit schweißnassen Händen, Zittern und Unwohlsein verspürt, wird er aller Voraussicht nach dennoch das Flugzeug besteigen und seine Reise, Mallorca in zwei Stunden, Amerika in zwölf Stunden Flug, antreten. Bei der generalisierten Angststörung ist das Krankheitsbild jedoch derart stark ausgeprägt, dass das gesamte soziale Erleben eingeschränkt ist.

Ein unter der generalisierten Angststörung leidender Mensch wird voraussichtlich niemals Mallorca Reisen mit der kürzesten Flugzeit oder auch Ausflüge in die nächste Umgebung planen. Reisen, Mallorca oder die Nachbarstadt, sind mit einem nicht greifbaren Risikogefühl verbunden und werden deshalb, wie so viele andere Dinge auch, gemieden.

Zu diesen beispielhaften Symptomatiken kommen noch andere, nicht näher definierbare und wenig zielgerichtete Ängste hinzu. Diese können sich auf alle Bereiche des Lebens ausweiten und werden zunächst als andauernder Besorgniszustand wahrgenommen. Abzugrenzen von der Depression befassen sich die Gedanken der Betroffenen permanent mit möglichen Unglücken in der Zukunft. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften psychischen Anspannung, die nicht selten psychosomatische Störungen nach sich zieht.

Zusammengefasst stellt die biologische Psychiatrie die Diagnose einer generalisierten Angststörung dann, wenn der Patient über einen längeren Zeitraum hinweg von vielfältigen Ängsten und Sorgen geplagt wird, er kaum noch eine Möglichkeit der Entspannung sieht und sich somit in einem permanenten mentalen Stresszustand befindet und körperliche Symptome verschiedener Art, als Beispiele hier Kopfschmerzen, Probleme mit dem Gastroenterenaltrakt (Gastroenteraltrakt,) Beklemmungs- und Erstickungsgefühle oder Schwindel, auftreten.

Wesentliche Aspekte der generalisierten Angststörung aus Sicht der biologischen Psychiatrie

Die Behandlungsmöglichkeiten von generalisierten Angststörungen liegen für die allgemeine, wie auch für die biologische Psychiatrie in der Wahl zwischen der Gabe von Medikamenten oder dem Versuch, ohne Medikamente zu therapieren. Dabei weist die biologische Psychiatrie jedoch stark darauf hin, dass Patienten, bei denen die Diagnose einer generalisierten Angststörung gesichert ist, äußerst sensibel auf den Einsatz von Psychopharmaka reagieren und es zu Überreaktionen der Nervenleitungsbahnen kommen kann. Deshalb rät die biologische Psychiatrie von einer Psychopharmakatherapie ab und setzt viel mehr auf den psychotherapeutischen Ansatz in Kombination mit einer intensiven Aufklärung von Patient und Angehörigen bezüglich des Krankheitsbildes in der Abgrenzung zu den Persönlichkeitsstörungen.